Traurig

8 Gründe, warum Du vielleicht gerade feststeckst (und was das mit Selbstverantwortung zu tun hat)

Kennst Du das: Dein Leben scheint gerade wie ein Einheitsbrei, eine träge Masse dahinzufließen und das hat natürlich gar nichts mit Selbstverantwortung zu tun. Grauer Alltag. Ein Tag scheint wie der vorige zu verlaufen und Du beginnst, das zu realisieren und magst es so nicht mehr. Vielleicht läuft es im Job gerade nicht so rund oder Du hast schon begonnen, ihn zu hassen. Die Beziehung ist – wenn Du ehrlich zu Dir bist – auch nicht mehr das, was sie mal war. Irgendwo zwischen „nicht der Burner“ und abgrundtief dysfunktional.

Du realisierst: Es muss sich etwas ändern!

Möglicherweise erkennst Du sogar schon: Das hat etwas mit MIR zu tun. Dann bist Du schon einen entscheidenden Schritt weiter als die Masse der Menschen, die noch in der Leugnung lebt:

„Die Anderen, das System ist schuld – ich doch nicht!“

Oder diejenigen, die sich einfach nur die Welt schönreden:

„Naja, so eine Beziehung ist halt ständige, harte Arbeit. Da wird einem nichts geschenkt.“

Es gibt Gründe, warum Du feststeckst. Es gibt immer Gründe. Weise ist, nach den Ursachen zu forschen und diese – wenn möglich – zu verändern. Denn letztlich sollte eine Beziehung Glück und Erfüllung bringen – genau wie ein Job! Also hier im Folgenden ein paar mögliche Gründe:

#1 Du übernimmst immer noch nicht die volle Verantwortung für Dein Leben

Der häufigste und am weitesten verbeitete Fehler ist, keine Selbstverantwortung zu übernehmen. Das können wir immer ganz leicht dann erkennen, wenn wir mit uns selbst reden (innerer Dialog) und andere Menschen oder „das System“ für unsere missliche Lage verantwortlich machen. Das ist kindisch. Erwachsen sein bedeutet auch immer, die Zuständigkeiten klar im Kopf zu kriegen. Okay, manche haben Schwierigkeiten, diese Idee der „radikalen Selbstverantwortung“ auf die Reihe zu kriegen. Nur so viel: Probiere doch mal als Übung für die nächsten 72 Stunden, nichts und niemandem außerhalb von Dir die Schuld für irgendetwas zu geben. Für alles (wirklich alles) in Deinem Leben allein die uneingeschränkte Verantwortung zu übernehmen. Ich verspreche Dir: Wenn Du dieses Übung sauber 3 Tage durchhälst, wird sich Dein Leben (vielleicht sogar ziemlich radikal) verändern! Und zwar zum Positiven!

#2 Du bist unehrlich mit Dir selbst

Das führt uns zu einem weiteren beliebten „Killer“: Unehrlichkeit mit sich selbst. Vielleicht bist Du einer dieser Menschen, die sich permanent die Welt schönreden. Oder Du spielst große, wichtige Themen in Deinem Leben herunter. Vielleicht leugnest Du auch wichtige Fakten. Oder Du gehst mit der Menge, weil es bequemer ist. Auch hier kannst Du die gleiche Übung anwenden: 72 Stunden radikal ehrlich mit sich selbst sein (und am besten auch gleich mit allen anderen Menschen, die uns begegnen).

#3 Du lässt Dich von Deinen Ängsten leiten

Ganz beliebt ist es auch, Dich von Deinen eigenen Ängsten zu leiten. Meist in der Kombination mit #2 – dass Du nicht ehrlich mit Dir selbst bist und Dir nicht einmal selbst diese Ängste eingestehst. Natürlich haben gewissen Menschen in Deinem Umfeld bis hin zu Systemen wie Staaten und Volkswirtschaften ein Interesse daran, wenn Du in Angst lebst. Aber es ist allein deine Verantwortung (siehe #1), die Ängste (1) zu realisieren, (2) dazu zu stehen und (3) trotzdem ins Handeln zu kommen und Entscheidungen zu treffen. Das ist wahrer Mut!

„Die Menschen halten mich für verrückt. Aber das bin ich nicht. Ich bin so, wie auch sie wären, wenn sie nicht so verdammt viel Angst hätten.“

Johnny Depp

#4 Du glaubst, das Glück ist außerhalb

Ein weiterer Klassiker: Der Glaube, dass wir irgendetwas im Außen bräuchten, um glücklich zu werden. Mehr Geld natürlich (es ist immer mehr Geld!), ein größeres Haus oder Auto vielleicht?

„Alles, was Dich glücklich macht, kannst Du für Geld nicht kaufen.

Alles, was Du für Geld kaufen kannst, macht Dich langfristig nicht glücklich.“

Je mehr wir uns in Äußerlichekeiten verstricken, desto unglücklicher und unsicherer werden wir. Denn all‘ das viele Geld kann ganz schnell mal weg sein, das Auto ein Totalschaden, die Freundin/der Ehemann weg. Ganz zu schweigen von der jugendlichen Schönheit – eines Tages wird sie verblassen und dann ist es dumm, wenn das alles ist, womit man sich identifiziert. Die Buddhisten nennen das Anhaftung. Je mehr wir an Dingen im Außen anhaften, desto fragiler wird unser Leben, weil wir das Geld, das Auto, das Haus, die Vorzeigefrau BRAUCHEN, um glücklich zu sein.

#5 Du steckst in negativem Denken fest

Okay, das ist jetzt für manche wieder so ein schweieriger Punkt (wie bei #1). Wir dürfen irgendwann einmal im Leben realisieren, dass die Dinge da draussen geschehen. Einfach so. Manchmal tatsächlich ohne unser direktes Zutun. Jetzt kommen wir clevere Typen und fangen an zu bewerten. Das Eine ist gut, das Andere ist schlecht. Klar hätten wir gern die ganze Zeit „unseren Weg“ („My Way“ wie in Frank Sinatra’s Song). Aber so läuft das Leben nicht. Immer, wenn wir es uns gerade mal wieder etwas zu gemütlich in unserer Komfortzone eingerichtet haben, wirft uns das Leben einen kleineren oder größeren Stein in den Weg. Und wenn wir es positiv deuten, ist das nicht, um uns zu ärgern, sondern um uns wachsen zu lassen. Um unser Bestes zu geben und der/die Beste zu werden, der/die wir sein können. Die sogenannte Positive Psycholgie hat längst bewiesen, dass man als positiver Mensch einfach glücklicher und zufriedener lebt. Aber Vorsicht: Ehrlich zu sich selbst sein und sich nicht die Welt schönreden (siehe #1). Wenn etwas so gänzlich inakzeptabel ist, schauen, ob wir es verändern können oder alternativ das System verlassen.

#6 Du lässt nicht los

Eine der wichtigsten Lebenslehren ist, zu erkennen, etwas loszulassen, wenn es vorbei ist. Im Job gekündigt – kein Problem. Das gibt Dir die Möglichkeit, einen passenderen Job bzw. Arbeitgeber zu finden oder Dich vielleicht sogar endlich mit Deiner eigenen kreativen Idee selbständig zu machen. Außerdem: Schauen, welche Signale Du übersehen hast vor der Trennung. Das Gleiche gilt natürlich auch anders herum, wenn Dein super-wichtiger Mitarbeiter „von jetzt auf eben“ (das ist immer eine Lüge!) geht. Und natürlich gilt das auch für private Beziehungen. Ich weiß: Im Moment mag der Schmerz groß sein und die Situation ausweglos. Vertrau‘ mir: Es gibt immer einen Ausweg! Lass‘ los und hafte nicht unnötig an – das macht alles nur noch schwerer und zieht die Qual unnötig in die Länge.

#7 Du glaubst, es gäbe etwas im Leben umsonst

„There ain’t no free lunch.“

Amerkanisches Sprichwort

Alles im Leben hat seinen Preis. Dieser ist nicht immer in Euro zu beziffern, aber es ist ein Märchen, dass etwas, das tatsächlich von Wert für uns ist, irgendwo kostenlos feilgeboten wird. Und gerade bei den „Sonderangeboten des Lebens“ sollten wir immer genau hinsehen. Das neue iPhone gibt’s gar nicht für 69 Euro? Dass ich das mit meinem teuren Zwei-Jahres-Vertrag finanziere (und einen heftigen Profit für den Provier inklusive), sollte mir klar sein. Häufig ist es gar so, dass etwas gerade deshalb so wertvoll für uns ist, weil wir richtig hart dafür arbeiten mussten und es eben nicht jeder andere Mensch geschafft hat. Das gilt übrigens auch für alle Versprechungen der Werbeindustrie, wonach es eine „schnelle, unkomplizierte, einfach Lösung“ für Dein Problem gibt. Ist es ein richtig großes Problem, wird es mit der Lösung ziemlich sicher auch nicht so leicht oder einfach. Intuitiv ist das uns allen klar und doch fallen wir immer wieder gern auf die „get rich quick“-Angebote des Lebens herein. Tu das nicht!